Geschichte

Bisol, seit fünf Jahrhunderten Winzer in Valdobbiadene

Die Präsenz der Familie Bisol im “Chartice“-Distrikt – der dem heute prestigereichsten bestockten Cartizze-Hügel im historischen Prosecco-Anbaugebiet entspricht – finden wir bereits im XVI. Jahrhundert attestiert. Auch in der Folge dokumentieren zahlreiche Quellen die Sesshaftigkeit der Bisols im Valdobbiadene- Territorium, bis zum schicksalhaften Datum 1875, das die weinbauliche und önologische Berufung der Familie Bisol endgültig besiegelt: In diesem Jahr gründet Eliseo Bisol eine florierende Handelstätigkeit in kleinem Rahmen. Diese erfährt zwar eine Unterbrechung aufgrund der brutalen Geschehnisse während des I. Weltkriegs – das Valdobbiadene lag an der Gefechtslinie zwischen den österreich-ungarischen und den italienischen Truppen – kann jedoch bereits Mitte der zwanziger Jahre dank der Arbeit von Eliseo Bisols Sohn, Desiderio, einen neuen Aufschwung verzeichnen.  Nach dem II. Weltkrieg  überträgt Desiderio – von seiner Frau Jeio gerufen – jedem seiner vier Söhne einen ihrer Ausbildung entsprechenden Aufgabenbereich: Antonio die Verwaltung, Eliseo die Kellertechnik, Aurelio die Weinbergpflege und Claudio die generelle Leitung des Unternehmens. Als ausschlaggebend für das qualitative Wachstum des Unternehmens und als unabdingbare Voraussetzung für die Produktion von Weinen erster Güte  gilt ab diesem Zeitpunkt  die Möglichkeit, neue Anbautechniken in betriebseigenen Weinbergen zu erproben. Dazu vermerkt der derzeitige Firmenpräsident, Antonio Bisol: “Beim Zukauf von neuen Reblagen hat sich mein Vater Desiderio stets auf die besten und daher auch teuersten Parzellen in Steillagen fokussiert – die folglich die Arbeit mühsam gestalteten, dafür aber hinsichtlich Bodenbeschaffenheit, Gefälle und Ausrichtung ideale Bedingungen  für den Anbau der Glerarebe bieten konnten – und damit seine ausgeprägte Sensibilität für die Produktqualität bewiesen”.

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