HISTORISCHE HINWEISE - Bisol, seit fünf Jahrhunderten Winzer in Valdobbiadene
 

Die Präsenz der Familie Bisol im historischen Kern der Prosecco-Produktionszone wird erstmals in der 1542 von der Republik Venetien durchgeführten Zählung erwähnt, als “Treuhänder-Pächter” der ausgedehnten Besitzungen der Adelfamilie Da Pola im Territorium von Chartice, dem heutigen renommierten Hügelgebiet von Cartizze.

Mit erneutem Nachdruck evidenziert sich die winzerische und önologische Berufung der Familie Bisol 1875, als Eliseo Bisol eine kleine und erfolgreiche Handelsaktivität begründet, die nur durch die Brutalität des I. Weltkriegs vorübergehend zum Stillstand kam, denn das Valdobbiadene-Gebiet lag an der Frontlinie zwischen der österreich-ungarischen und der italienischen Armee.
Danach verzeichnete die Jahrhunderte lange winzerische Tätigkeit der Familie Bisol in den zwanziger Jahren einen neuen Aufschwung dank der Bestrebungen von Eliseos Sohn Desiderio Bisol.

Nach dem II. Weltkrieg übertrug Desiderio (Jeio, wie ihn seine Frau nannte) jedem der vier Söhne die Verantwortung für die verschiedenen, ihrer Ausbildung entsprechenden betrieblichen Bereiche: Antonio übernahm die administrativen Aufgaben, Eliseo den önologischen und Aurelio den Weinberg-Sektor, während sich Claudio um die allgemeine Verwaltung des Unternehmens kümmerte .

 

GEGENWART - Spitzenqualität dank direktem Management des gesamten Produktionsverlaufs

Die 50 Hektar Weinberge des Landwirtschaftsbetriebs Bisol sind über 16 Güter verteilt, die allesamt zwischen den steilen Hügeln liegen, die sich von Valdobbiadene gegen Conegliano ausdehnen und die “natürliche Wiege” der Rebsorte Prosecco darstellen.

Ein stark fraktioniertes und von kleinen Anwesen übersätes Territorium: die 4.100 ha große Rebfläche teilen sich 3.500 Winzer, wobei jedem meist nur wenig mehr als ein Hektar zur Verfügung steht. Überdies werden die verschiedenen Produktionsphasen (Weinbau, Vinifizierung, Versektung) nicht selten von verschiedenen Betrieben gemanagt.

Die Kenntnis dieser spezifischen territorialen Aspekte evidenziert die Bedeutung des von Bisol repräsentierten Mehrwerts als einer der wenigen Betriebe, die den gesamten Produktionsverlauf direkt kontrollieren: von der akkuraten Wahl der Weinbergböden bis hin zur Flaschenabfüllung.

Diese Prämissen und konstante strenge Kontrollen gewährleisten stets maximale Qualitätserträge, da jede einzelne Phase die Qualität des Endprodukts prägt.

Besondere Erwähnung verdienen schließlich die familieneigenen 3 Hektar in der Cartizze-Zone, die sich über einen steilen Hügelkamm in 300 Meter Höhe in wunderbarer, sonniger Ausrichtung erstreckt und im Unisono mit der guten Durchlüftung und der sandigen Bodenbeschaffenheit zur besonderen weinbaulichen Berufung des Gebiets beitragen.

Da die 106 Hektar Cartizze-Hügelweinberge unter 140 Besitzern aufgeteilt sind, haben die Bodenpreise Schwindel erregende Höhen erreicht: ein Hektar kostet heute 1 Million Euro!

 

 
     
 
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